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PRÜFFRISTEN
PRÜFFRISTEN


Durch Prüfsachverständige für die Prüfung sicherheitstechnischer Anlagen und Einrichtungen
nach § 2 Abs. 1 der SPrüfV, § 24 PrüfVBau müssen auf ihre Wirksamkeit und
Betriebssicherheit geprüft und bescheinigt werden.

sicherheitstechnische elektrische Anlagen sind:

- Lüftungsanlagen
- CO - Warnanlagen
- RWA - Anlagen
- selbsttätige Feuerlöschanlagen
- nichtselbsttätige Feuerlöschanlagen
- Brandmeldeanlagen
- Alarmierungsanlagen
- Sicherheitsstromversorgung

Der Anwendungsbereich der Verordnung über Prüfungen von sicherheitstechnischen Anlagen
und Einrichtungen ( Sicherheitsanlagen - Prüfverordnung - SPrüfV ) erstreckt sich auf :

♦ sicherheitstechnische Anlagen und Einrichtungen in Sonderbauten und in Mittelgaragen,
   wenn diese Einrichtungen in einer Verordnung gemäß Art. 90 Abs. 1 Satz 1 Nr.3 der
   BayBO bauaufsichtlich gefordert oder wenn bauordnungsrechtliche Anforderungen
   hinsichtlich des Brandschutzes gestellt werden.

Diese sicherheitstechnischen Anlagen sind vor der ersten Inbetriebnahme der baulichen
Anlagen, unverzüglich nach einer wesentlichen Änderung der baulichen Anlage
oder der sicherheitstechnischen Anlagenund Einrichtungen sowie jeweils innerhalb einer bestimmten Frist (wiederkehrende Prüfung)
durchführen zu lassen.

Prüffrist: 3 Jahre

In Bayern ist es üblich, daß auch nicht bauordnungsrechtlich geforderte Brandmeldeanlagen,
sobald diese auf eine Integrierte Leitstelle oder andere ständig besetzte Stelle aufgeschaltet
werden sollen ( Polizei, Wachdienst etc. ), durch einen Prüfsachverständigen
vor der ersten Inbetriebnahme bescheinigt werden müssen.

Die Wirksamkeit und Betriebssicherheit sonstiger sicherheitstechnischer wichtiger Anlagen
und Einrichtungen, an die bauordnungsrechtliche Anforderungen gestellt werden, insbesondere Feuerschutzabschlüsse,
automatische Schiebetüren in Rettungswegen, Türen mit elektrischen Verriegelungen in Rettungswegen, Schutzvorhänge, Blitzschutzanlagen,
Brandschutzklappen in Lüftungsanlagen und tragbare Feuerlöscher,
sind vor der ersten Inbetriebnahme und wiederkehrend durch Sachkundige zu prüfen und zu bestätigen.
Die Prüffristen sind in den zugehörigen Normen festgelegt.

Klausel SK 3602 des VdS

Die Prüfung elektrischer Anlagen nach Klausel SK 3602 erfolgt auf Grundlage einer
Vereinbarung im Versicherungsvertrag.
Dabei wird unterstellt, daß der Versicherungsnehmer sämtliche aus
rechtlichen Grundlagen herrührende Verpflichtungen, insbesonderedie Veranlassung der
erforderlichen Prüfungen ( BGV A3 ), erfüllt.

Der VdS - anerkannte Sachverständige ist verpflichtet, die ordnungsgemäße Beschaffenheit
und Betriebssicherheit elektrischer Anlagen unter Bachtung der jeweils gültigen Prüfrichtlinie
VdS 2871 zu prüfen.
Über das Prüfergebnis ist ein Prüfbericht anzufertigen, eigenhändig zu unterschreiben
und dem Auftraggeber auszuhändigen.
Hierfür ist ein Befundschein VdS 2229 in der jeweils aktuellen Ausgabe unverändert
zu verwenden.

Grundvoraussetzung für eine ordnungsgemäße Prüfung ist die Vorlage einer
mängelfreien BGV A3-Elektroprüfung. Erst dann kann eine "aufgesetzte" VdS-Prüfung
durchgeführt werden.
Selbstverständlich übernimmt auch der Sachverständige die vorausgehende Elektroprüfung
nach BGV A3 bzw. BetrSichV.

Prüffrist: 1 Jahr

Äußere Blitzschutzanlagen / VDE 0185

Blitzschutzklasse umfassende Prüfung Sichtprüfung umfassende Prüfung kritischer Systeme *a*b
I und II 2 Jahre 1 Jahr 1 Jahr
III und IV 4 Jahre 2 Jahre 1 Jahr
*a
Blitzschutzanlagen für explosionsgefährdete bauliche Anlagen sollten alle 6 Monate einer Sichtprüfung
unterzogen werden.
Die messtechnische Prüfung der Installation sollte einmal im Jahr ausgeführt werden.
Um Erkenntnisse der jahreszeitlichen Schwankungen zu erhalten, ist es zulässig, im Zyklus von 14 oder
15 Monaten zu messen, um so den Erdübergangswiderstand zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr zu ermitteln.

*b
Kritische Situationen könnten sich auf bauliche Anlagen beziehen, die störempfindliche Systeme beinhalten,
oder auf Bürogebäude, Geschäftshäuser oder Plätze, auf denen sich eine größere
Anzahl von Personen aufhalten kann.



Elektroprüfungen nach BetrSichV

Die berufsgenossenschaftlichen Bestimmungen im Anhang 2 der BetrSichV stellen in den
BG-Vorschriften Doppelregelungen dar. Bei den Prüfbestimmungen in den BG-Vorschriften
BGV A1 darf nach §3 nur nach schriftlichem Antrag und Zustimmung der BG von den
Prüfrichtlinien abgewichen werden.

Der Arbeitgeber ist eigenverantwortlich dafür, daß er :
* Art, Umfang und Fristen ermittelt ( Risikoanalyse )

* die notwendigen Voraussetzungen ermittelt
und festlegt, welche Voraussetzungen die Person zu erfüllen hat, die von ihm mit der
Prüfung beauftragt wird.

Die Prüfbestimmungen in den BG-Vorschriften sind mit In-Krafttreten der BetrSichV
als Orientierungsmaßstäbe anzusehen.

Bemerkungen

Der Bauherr oder Betreiber hat die Prüfungen zu veranlassen, dafür die nötigen
Vorrichtungen und fachlich geeignete Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen und die
erforderlichen Unterlagen bereitzuhalten.

Bei der Prüfung festgestellte Mängel sind unverzüglich zu beseitigen
oder beseitigen zu lassen.